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  <title>Janniks Blog</title>
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  <updated>2026-05-16T00:00:00Z</updated>
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    <name>Jannik</name>
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    <title>Warum ist US-amerikanisches Bier eigentlich so miserabel?</title>
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    <updated>2026-05-16T00:00:00Z</updated>
    <published>2026-05-16T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum US-amerikanisches Bier durch Prohibition, Regulierung und das Three-Tier-System so miserabel wurde.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Staat ist schuld!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;libertarian-government-did-this01.jpeg&quot; alt=&quot;Der Staat ist immer Schuld&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die großen US-Braukonzerne wie Anheuser-Busch und Miller wurden ursprünglich sogar mal von deutschen Einwanderern gegründet und stehen damit, so schmerzhaft es ist auszusprechen, eher in deutscher als britischer Brautradition - das Problem ist:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Prohibition ist die Braukultur in den USA faktisch einmal komplett ausgelöscht worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach wollten die Leute vor allem wieder was mit Wirkung haben. Die bekannten US-Lagerbiere sind daher auf Kosten (z.B. durch Beimischung von Reis als Rohfrucht statt komplett mit Gerstenmalz) und laschen Geschmack optimiert.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;warum-regelt-aber-der-markt-nicht-uber-die-jahre&quot;&gt;Warum regelt aber der Markt nicht über die Jahre?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ganz einfach: weil es ihn kaum gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch nach der Prohibition blieb Alkoholvertrieb in den USA erheblich stärker reguliert als in Europa und ist es bis heute.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das größte Problem ist das sogenannte &lt;strong&gt;&quot;Three-Tier-System&quot;&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Produzenten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Distributoren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Einzelhandel&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;sind von Gesetzes wegen streng getrennt. Eine Brauerei &lt;em&gt;darf&lt;/em&gt; nicht einfach direkt eine Supermarktkette oder einen Pub beliefern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Distributoren unterliegen durch sogenannte &lt;strong&gt;&quot;Franchise Laws&quot;&lt;/strong&gt; (etwas unterschiedlich nach Bundesstaat) keinem normalen Marktdruck. Eine Brauerei kann den Distributor nicht ohne Weiteres wechseln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besseres Bier verschiebt vor allem die Nachfrage zwischen Biermarken und Bier und anderen alkoholischen Getränken, anstatt wirklich den Gesamtabsatz zu steigern. Die Distributoren haben also vor allem den Anreiz, ihren Aufwand und ihre Kostenstruktur zu optimieren, nicht das beste Bier im Handel zu platzieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;woher-kommt-der-craft-beer-hype-der-letzten-jahre&quot;&gt;Woher kommt der Craft-Beer-Hype der letzten Jahre?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Bundesstaaten haben über die Jahre Ausnahmen vom Three-Tier-System für Direktverkauf eingeführt. Das erlaubt z.B. typischerweise einer Brauerei, die mindestens 25% vom Gesamtabsatz über den eigenen Taproom macht, einen Direktvertrieb zum Konsumenten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleine Brauereien sind also wieder verhältnismäßig leicht zu betreiben und mittlerweile auch wieder zahlreich entstanden, sie werden aber weiter durch das Three-Tier-System daran gehindert, über einen Taproom + etwas Direktverkauf hinaus zu wachsen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das führt dann auch dazu, dass man in den USA mittlerweile durchaus trinkbare IPAs etc. bekommt, aber weiterhin Bierstile, die technisch aufwändiger sind, wie gutes Pils vergebens sucht.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Dutch Unrealized Gains Tax - Monte-Carlo Simulation</title>
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    <updated>2026-02-16T00:00:00Z</updated>
    <published>2026-02-16T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Eine Monte-Carlo Simulation zeigt wie sich die geplante niederländische Steuer auf nicht-realisierte Gewinne in der Praxis auswirkt - mit Open-Source Tool zum selbst ausprobieren.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Viel wurde die letzten Tage zur geplanten Steuer in den Niederlanden auf nicht-realisierte Gewinne auf Wertsteigerungen bei Wertpapieren geschrieben und es kursieren auch viele synthetische Rechenbeispiele, die teilweise sehr schlimm aussehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte aber auch wissen, wie es sich in der Praxis &quot;im Median&quot; auswirkt - was man leider nicht einfach mit dem Taschenrechner ausrechnen kann, da man künftige Kursentwicklungen nicht kennt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-losung-monte-carlo-simulation&quot;&gt;Die Lösung: Monte-Carlo Simulation&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Also habe ich eine kleine &lt;strong&gt;Monte-Carlo Simulation als Webapp&lt;/strong&gt; gebaut, mit der man verschiedene Szenarien durchspielen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;Screenshot_2026-02-16_18-32-47.png&quot; alt=&quot;Screenshot des Unrealized Gains Tax Simulators&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;kurzergebnis&quot;&gt;Kurzergebnis&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;Tax Drag on Wealth&lt;/strong&gt; geht durch &quot;sequence of returns&quot; teils &lt;strong&gt;weit über die nominale Steuerrate von 36% hinaus&lt;/strong&gt;, aber es streut stark.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die absoluten Horrorergebnisse sind durch ein wenig berichtetes Detail der Regel - nämlich einen &lt;strong&gt;möglichen Verlustvortrag&lt;/strong&gt; - relativ selten. Aber die Auswirkungen können dennoch erheblich sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;tool-zum-selbstausprobieren&quot;&gt;Tool zum Selbstausprobieren&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Tool ist frei verfügbar und &lt;strong&gt;Open Source&lt;/strong&gt; unter der &quot;DO WHAT THE FUCK YOU WANT TO PUBLIC LICENSE&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;→ &lt;a href=&quot;https://gainstax.cubiga.to/&quot;&gt;Unrealized Gains Tax Simulator&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;→ &lt;a href=&quot;https://github.com/kiney/unrealized-gains-tax-simulator/tree/master&quot;&gt;GitHub Repository&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spielt selbst damit und bildet euch eure eigene Meinung zu den Auswirkungen dieser geplanten Steuerregelung!&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-die-simulation-zeigt&quot;&gt;Was die Simulation zeigt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Monte-Carlo Simulation berücksichtigt:
- Verschiedene Marktszenarien mit realistischen Renditeverteilungen
- Den Effekt der jährlichen Besteuerung nicht-realisierter Gewinne
- Verlustvorträge gemäß der geplanten Regelung
- Langfristige Auswirkungen über verschiedene Zeithorizonte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So kann man sehen, wie sich die Steuer unter verschiedenen Marktbedingungen tatsächlich auswirkt - jenseits der vereinfachten Rechenbeispiele.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Euthanasie und staatliche Gesundheitssysteme</title>
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    <updated>2026-02-10T00:00:00Z</updated>
    <published>2026-02-10T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum staatliche Gesundheitssysteme dystopischer Horror sind.</summary>
    <content type="html">&lt;h2 id=&quot;euthanasie-oder-aktive-sterbehilfe-in-kanada-medical-assistance-in-dying-maid&quot;&gt;&quot;Euthanasie&quot; oder aktive Sterbehilfe in Kanada / Medical Assistance in Dying (MAID)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da mir immer wieder und auch heute Empörung darüber in die X Timeline gespült wird, aber selten bis nie der Kern des Problems aus meiner Sicht getroffen wird, mal ein paar Gedanken dazu:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;healtcare03_canada-maid02.jpg&quot; alt=&quot;Healthcare Meme Canada MAID&quot; class=&quot;img-side-by-side&quot;&gt;
&lt;img src=&quot;healthcare_canada-maid03.jpeg&quot; alt=&quot;Healthcare Meme Canada MAID&quot; class=&quot;img-side-by-side&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An und für sich ist gegen aktive Sterbehilfe, wenn es dem Wunsch der Betroffenen entspricht, nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil, ich kann mir diverse Gesundheitsprobleme vorstellen, mit denen ich auch nicht weiter leben wollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Hase im Pfeffer entsteht erst, wenn - wie in Kanada - das Gesundheitssystem ein staatliches Monopol ist.
(Kanada ist da irgendwo zwischen der deutschen GKV und dem britischen NHS auf dem Spektrum).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn jeder Mensch gezwungen wird, in eine gemeinsame Kasse einzubezahlen, fehlt dieses Budget den Menschen für eigene Gesundheitsvorsorge / private Versicherung. Am Ende entscheidet dann eine anonyme Bürokratie darüber, welche Behandlungen und Maßnahmen übernommen werden - und damit letztlich über Leben und Tod.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter diesem Vorzeichen ist eine Entscheidung für eine Euthanasie eben &lt;strong&gt;NIEMALS&lt;/strong&gt; aus freien Stücken eine eigene persönliche Abwägung zwischen Behandlungsaufwand, Lebensqualität, Risiko etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ganze betrifft btw. staatliche Gesundheitssysteme schon unterhalb der &quot;Euthanasie-Schwelle&quot;. Die Abwägung, welche gesundheitlichen Risiken man bereit ist abzusichern, indem man permanent xy € in eine Versicherung bezahlt, oder bei welchen man sagt &quot;lieber jetzt gut leben und halt yeeten, wenn ich Krebs krieg&quot;, muss jeder für sich treffen. Alles andere ist absolut dystopisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Staatliche Gesundheitssysteme sind moralisch absolut fürchterlich.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>ASML, Zeiss und die Stiftungskultur: Warum Mitteleuropa das &quot;Long Game&quot; beherrscht</title>
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    <updated>2026-01-29T00:00:00Z</updated>
    <published>2026-01-29T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Über den kulturellen Graben zwischen angelsächsischer &quot;Value Extraction&quot; und mitteleuropäischem Langfristdenken - und warum Stiftungsstrukturen in High-Tech-Sektoren dominieren.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;&quot;They should probably be charging a 100% premium on their machines&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- schreibt der Angelsachse über den Chipmaschinenhersteller ASML&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;Screenshot_2026-01-29_17-36-45.png&quot; alt=&quot;Tweet: 'They should probably be charging a 100% premium on their machines'&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;angelsachsen-verstehen-nicht&quot;&gt;Angelsachsen verstehen nicht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was wir hier sehen, ist ein tiefer kultureller Graben, der mitten durch den Westen zwischen UK/USA und DACH/NL/Skandinavien verläuft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Angelsachse sieht:
&quot;ASML hat einen derartig großen technologischen Vorsprung, die könnten ihre Preise verdoppeln, ohne direkt Konkurrenz zu bekommen&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau diese Denkweise führt zu vielen finanziell atemberaubend erfolgreichen Unternehmen, die trotzdem keiner mag:
Google, Microsoft, Oracle....&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-der-angelsachse-ubersieht&quot;&gt;Was der Angelsachse übersieht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Genau diese Denkweise führt zu einer Schwäche in Sektoren, die &lt;strong&gt;langes&lt;/strong&gt; stabiles Commitment mit dauerhaft hoher Forschungsintensität benötigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Sektoren werden nicht zufällig von mitteleuropäischen Unternehmen dominiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nehmen wir das Beispiel ASML.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht so, als hätten sie nie Wettbewerb gehabt oder so, als wäre ihr Platz auf dem Thron in Stein gemeißelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der &quot;Frühzeit&quot; der Halbleiterindustrie waren Amis sogar führend (GCA, Silicon-Valley-Group, Perkin-Elmer etc.).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis DUV-Nodes (vereinfacht: Maschinen für die zweitneueste Chipgeneration) waren japanische Firmen wie Canon und Nikon (ja, die mit den Kameras) sehr wichtige Wettbewerber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei EUV (neueste Generation) ist ASML alleine. Nicht, weil niederländische Ingenieure klüger wären als kalifornische oder japanische – sondern wegen eines kulturell und strukturell extrem langen Atems.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;partnerschaft-statt-value-extraction&quot;&gt;Partnerschaft statt &quot;Value Extraction&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;ASML hat sowohl mit Hauptkunden wie TSMC als auch mit Zulieferern wie Zeiss oder Trumpf ein eher &quot;partnerschaftliches&quot; Verhältnis statt kurzfristig maximale &quot;Value Extraction&quot; zu optimieren, und eine interessante Firmenstruktur:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Unternehmen ist &lt;strong&gt;&quot;börsennotiert mit Damoklesschwert&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ASML ist offen an der Börse gehandelt und kann damit leicht Kapital beschaffen, ist für aktionistische Investoren aber über ein Stiftungskonstrukt &quot;vergiftet&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &quot;Stichting Preferente Aandelen ASML&quot; hat den satzungsgemäßen Auftrag, äußere Einflüsse auf ASML abzuwehren, und eine vertragliche Option, Vorzugsaktien zum Nennwert zu kaufen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;zeiss-180-jahre-an-der-spitze&quot;&gt;Zeiss: 180 Jahre an der Spitze&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Zulieferer für die kritischsten Kernkomponenten der Optik wie die Spiegel etc. ist Zeiss. Ein deutsches Unternehmen, das dieses Jahr 180 Jahre alt wird und seit seiner Gründung permanent an der absoluten Spitze der Optiktechnologie steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Clou? Es gehört seit 1896 komplett einer Stiftung, die auf den Gründer und seinen ersten &quot;CTO&quot; Ernst Abbe zurückgeht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;mehr-beispiele-im-long-game-high-tech-bereich&quot;&gt;Mehr Beispiele im &quot;Long Game High Tech&quot;-Bereich&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir haben mehr solcher Beispiele im &quot;Long Game High Tech&quot;-Bereich:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Bosch (Elektro/Automotive, Deutschland)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Novo Nordisk (Pharma, Dänemark)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Lundbeck (Neuroscience/Pharma, Dänemark)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Carlsberg (Brauerei, Dänemark)&lt;sup id=&quot;fnref:1&quot;&gt;&lt;a class=&quot;footnote-ref&quot; href=&quot;#fn:1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ericsson (Signaltechnik, Schweden)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Rolex (Luxusuhren, Schweiz)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;DNV (Marinetechnik, Norwegen)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;...und etliche mehr.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-muster-stiftungen-als-tote-hand&quot;&gt;Das Muster: Stiftungen als &quot;tote Hand&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Gemeinsamkeit all dieser Firmen ist, dass sie entweder glattweg einer Stiftung gehören oder eine Stiftung als &quot;tote Hand&quot; der Gründer bis in die Gegenwart weiter Kontrollrechte ausübt....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;...und dass sie alle aus einem zusammenhängenden Kulturraum stammen, der von der Schweiz bis Schweden reicht, aber ausdrücklich &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; andere westliche Länder wie UK/USA oder auch Frankreich oder Spanien beinhaltet.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&quot;fn:1&quot;&gt;
&lt;p&gt;Carlsberg ist historisch &lt;strong&gt;sehr&lt;/strong&gt; bedeutsam in der &quot;Verwissenschaftlichung&quot; des Brauereiwesens, untergärige Lagerhefen sind fachsprachlich &quot;Saccharomyces carlsbergensis&quot;&amp;#160;&lt;a class=&quot;footnote-backref&quot; href=&quot;#fnref:1&quot; title=&quot;Jump back to footnote 1 in the text&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;</content>
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    <title>Das Täuferreich von Münster - Frühkommunistischer Speedrun</title>
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    <updated>2026-01-22T00:00:00Z</updated>
    <published>2026-01-22T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Das Täuferreich von Münster (1534-1535) ist ein frühes und gut dokumentiertes Beispiel für das völlige Scheitern sozialistischer Planwirtschaft.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Das Täuferreich von Münster sollte in Geschichtsbüchern mehr als eine Randnotiz sein:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist ein sehr frühes und gut dokumentiertes Beispiel für das völlige Scheitern sozialistischer Planwirtschaft.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;okonomische-wurzeln-der-machtergreifung&quot;&gt;Ökonomische Wurzeln der Machtergreifung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Schon die Machtergreifung der &quot;Wiedertäufer&quot; ist oberflächlich zwar religiös motiviert, hat aber letztlich ökonomische Wurzeln:
Zuvor war Münster (ungewöhnlich für eine &lt;em&gt;Stadt&lt;/em&gt; dieser Zeit) quasi feudal von &quot;Erbmännern&quot; regiert, die den Stadtrat bildeten. Diese kamen aus traditionell katholischen Patrizierfamilien.
Ausgehend von Handwerkern hat sich eine scheinbar religiös reformatorische Bewegung entwickelt, die schließlich im Februar 1534 die Macht über Münster erlangt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;MuensterJohannVanLeydenTaufe.jpg&quot; alt=&quot;Jan van Leyden bei einer Wiedertäufer-Zeremonie in Münster, 1534&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;sofortmanahmen-nach-der-machtubernahme&quot;&gt;Sofortmaßnahmen nach der Machtübernahme&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sie tut sofort was Commies (ohne dass es das Wort damals gab) halt so tun:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&quot;Kulturrevolution&quot;&lt;/strong&gt;: In einem Bildersturm wird sofort und unwiederbringlich fast alle alte Kunst vernichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zentrale Erfassung&lt;/strong&gt;: Sofort werden alle Lebensmittelvorräte, Edelmetalle und Kleidung von &quot;Diakonen&quot; zentral inventarisiert und in Listen erfasst.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-abschaffung-des-geldes&quot;&gt;Die Abschaffung des Geldes&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Gegen Frühsommer wird Geld verboten und sämtliche Edelmetalle und Schmuck konfisziert. Es gibt zentrale Zuteilungen von Gütern, aber noch keine vollständige Enteignung und noch Tauschhandel. Die Rationierung scheint gegen Herbst bereits sehr viel härter zu werden.
Spätestens gegen Frühjahr 1535 scheint es faktisch keinerlei Privateigentum mehr zu geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Paradoxerweise wird das zuvor konfiszierte Edelmetall zur Prägung neuer Münzen verwendet, obwohl Geld in der Stadt verboten ist - die Herrscher versuchen damit Waffen und Söldner von außen zu bekommen, um eine Rückeroberung der Stadt zu verhindern.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-ende&quot;&gt;Das Ende&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Sommer 1535 kollabiert die Versorgung der Stadt vollends und der Fürstbischof von Waldeck kann die Stadt im Juni schließlich einnehmen und das Speedrun-Experiment im Frühkommunismus beenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;Muenster_Lamberti_Koerbe_6428.jpg&quot; alt=&quot;Die Körbe an der Lambertikirche in Münster, in denen die Leichen der Anführer zur Abschreckung ausgestellt wurden. Quasi Helikopter bevor sie cool waren.&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es soll über 60 Jahre dauern, bis Münster auch nur die alte Einwohnerzahl wieder erlangt.&lt;/p&gt;
&lt;!-- Quelle für 60-Jahre-Aussage: Wikipedia &quot;Geschichte der Stadt Münster&quot;, Abschnitt &quot;Folgen der Täuferherrschaft&quot;:
&quot;Nachdem die Bevölkerung während der Herrschaft der Täufer von 10.000 bis 12.000 Einwohnern auf 3000 bis 4000 zurückgegangen war, erreichte sie innerhalb von nur 60 Jahren wieder ihren alten Stand.&quot;
date: 2026-01-25
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Stadt_M%C3%BCnster --&gt;</content>
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    <title>Binärdateiformate mit AI reverse engineeren</title>
    <link href="https://blog.kiney.de/blog/binaerdateiformate-reverse-engineering/" rel="alternate"/>
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    <updated>2026-01-17T00:00:00Z</updated>
    <published>2026-01-17T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Reverse Engineeren des proprietären .TC Binärdateiformats von ThinkCar Diagnosegeräten</summary>
    <content type="html">&lt;h1 id=&quot;binardateiformate-mit-ai-reverse-engineeren&quot;&gt;Binärdateiformate mit AI reverse engineeren&lt;/h1&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-problem&quot;&gt;Das Problem&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Immer wieder wird man mit proprietären Dateiformaten konfrontiert. Bei Textformaten ist das Lesen
meist noch relativ einfach, bei Binärdateiformaten ist das jedoch oft viel schwieriger.
Aufhänger war diesmal das .TC Format, wie es von einigen OBDII Diagnosegeräten für Autos
verwendet wird. Originalhersteller ist ThinkCar, die Geräte werden jedoch unter diversen anderen
Marken verkauft - meins ist z.B. als &quot;KINGBOLEN EDIAG Elite OBD2&quot; verkauft worden.
Während man für die Fehlercodes noch Reports als PDF oder als Webshare exportieren kann, wird ein
Mitschnitt von Fahrzeugparametern in besagtem .TC Format auf dem gekoppelten Android Handy
gespeichert.
Dies war bei mir nötig, weil ich ein merkwürdiges Regelverhalten des stufenlosen CVT Getriebes (Lineartronic) meines Subaru Outback analysieren wollte.
Eine Exportmöglichkeit bietet die App nicht an. Selbst die Datei muss mühsam aus dem
Dateisystem geangelt werden.
Ich habe sie unter
```/dev/null/path.txt#L1
/Internal shared storage/Android/data/com.kingbolen.ediag/files/ThinkCar/ThinkDiag/images/SUBARU_9T8P20524415_20260117154318.TC&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;codehilite&quot;&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;gefunden&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Das&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;konkrete&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Dateiformat&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;soll&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;aber&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;nur&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;als&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Aufhänger&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;für&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;die&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Fähigkeit&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;von&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Coding&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Agents&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;/&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;LLMs&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;zum&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;nf&quot;&gt;reverse&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;engineering&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;von&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Binärdateiformaten&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;verwendet&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;werden&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span class=&quot;err&quot;&gt;##&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Vorgehensweise&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span class=&quot;err&quot;&gt;###&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Recherche&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Zuerst&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;habe&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ich&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;versucht&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;per&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ChatGPT&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;deep&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;research&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;alle&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;öffentlich&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; 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&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;anderen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Dateiformaten&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;von&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;solchen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Diagnosewerkzeugen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;zieht&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;und&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;somit&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;beschreibt&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;welche&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; 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&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;[&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ChatGPT Deep Research - .TC Format&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;]&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;(&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;nl&quot;&gt;https&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;:&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;//&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;chatgpt&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;com&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;/&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;share&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;/&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;696&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;be0ff&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;7&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;d10&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;8004&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;8896&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;7&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;f63167e2688&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;)&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
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&lt;span class=&quot;err&quot;&gt;###&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;nf&quot;&gt;Reverse&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Engineering&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
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&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;ow&quot;&gt;in&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;der&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;README&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;md&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;beschrieben&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;grobe&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Architekturvorstellungen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;und&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Hinweise&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;auf&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;bestehende&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Infos&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;über&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;das&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Dateiformat&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;direkt&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;ow&quot;&gt;in&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;der&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;AGENTS&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;md&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Als&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Agent&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;habe&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ich&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;den&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;nativen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;von&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;[&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Zed&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;]&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;(&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;nl&quot;&gt;https&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;:&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;//&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;zed&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;dev&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;)&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;mit&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Claude&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Opus&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mf&quot;&gt;4.5&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;als&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Modell&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;verwendet&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Der&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Prompt&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;war&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;nl&quot;&gt;einfach&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;:&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;err&quot;&gt;```&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;/&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;dev&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;/&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;k&quot;&gt;null&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;/&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;prompt&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;txt#L1&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;6&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;wir&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;haben&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;im&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Ordner&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;eine&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Beispiel&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;TC&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;datei&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Bevor&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;wir&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;mit&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;der&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;eigentlichen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Software&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;loslegen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;versuchen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;wir&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;das&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Dateiformat&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;zu&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;verstehen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Du&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;darfst&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;alle&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;tools&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;verwenden&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;die&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;unter&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Debian&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Linux&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;per&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;APT&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;verfügbar&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;sind&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;aber&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;wenn&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;du&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ein&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;tool&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;brauchst&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;das&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;noch&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;nicht&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;installiert&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ist&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;STOP&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;und&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;sag&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;mir&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;bescheid&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ICH&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;installiere&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;das&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;dann&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;auf&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;dem&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;k&quot;&gt;system&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Versuche&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;das&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Dateiformat&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;zu&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;verstehen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;und&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;entsprechend&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;so&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;gut&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;es&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;irgendwie&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;geht&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;zu&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;dokumentieren&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Die&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;beispieldatei&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ist&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;von&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;einem&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Subaru&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Outback&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;BR&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Baujahr&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;2014&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;VIN&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;JF1BRDLY5E&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;o&quot;&gt;******&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ein&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;recording&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;vom&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;Getriebesteuergerät&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;(&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;TCM&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;)&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;von&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;einer&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;ca&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mi&quot;&gt;15&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;minütigen&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;n&quot;&gt;testfahrt&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;p&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;w&quot;&gt;&lt;/span&gt;
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Die eigentliche Kernarbeit hat Claude dann beeindruckend autonom erledigt und sich mit &quot;strings&quot;, od (octal dump) und jeder Menge in Python geschriebenem Testcode, um Structs in den Binärdaten zu finden, dem Problem genähert. Eine Viertelstunde und zigtausend Tokens später war die wesentliche Struktur erfolgreich beschrieben. Geschwindigkeit hatte er doppelt gefunden (Index 13 und 14), einmal plausibel, einmal völlig daneben mit &quot;900 km/h&quot;. Ursache war eine falsche Annahme über die Einheit, weil ein Raddrehzahlsensor, der RPM liefert, als km/h betrachtet wurde.
Mit einer kurzen Diskussion über die extrahierten Werte und Plausibilisierung durch mein Weltwissen (Fahrprofil der Probefahrt, aktuelles Wetter, bekannter Zustand des Autos) konnten ruck-zuck alle Einheiten identifiziert werden und sogar beschriebene Fahrmanöver wie eine Wende im Waldweg konnte man in den Daten sauber wiederfinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;Screenshot_2026-01-17_18-30-30.png&quot; alt=&quot;Screenshot der extrahierten Fahrzeugdaten&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h1 id=&quot;ergebnis-und-learning&quot;&gt;Ergebnis und Learning&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Im Ergebnis konnte ich in ca. 2 Stunden und knapp 6$ in Tokens ein proprietäres Binärformat reverse engineeren und einen funktionsfähigen Converter zu CSV bauen.
Wie lange ich dafür ohne Coding Agent gebraucht hätte? Keine Ahnung, vermutlich wäre ich das Projekt gar nicht angegangen. Aber wenn, dann sicher &lt;em&gt;mehrere&lt;/em&gt; volle Nachmittage!
Gleichzeitig ist Claude hier nicht &quot;magisch&quot; und stellenweise etwas &quot;dumm&quot;: 900 km/h als Geschwindigkeit wäre einem menschlichen Reverse Engineer sofort als unplausibel ins Auge gestochen.
Die gesamte Methode ist denke ich auf andere Dateiformate übertragbar. Kern ist, dass der Mensch sagen kann, was er überhaupt in den Daten erwartet - und zwar über die rein technischen Infos wie &quot;da muss eine Geschwindigkeit drin stecken&quot; hinaus auch, was im konkreten Datensatz erwartbare Wertebereiche sind etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den kompletten Reader gibts unter Apache 2 Lizenz auf GitHub: &lt;a href=&quot;https://github.com/cubigato/thinkcar-tc-reader&quot;&gt;thinkcar-tc-reader&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Linus Torvalds' Backup-Philosophie: 30 Jahre bewährt</title>
    <link href="https://blog.kiney.de/blog/linus-backup-philosophie/" rel="alternate"/>
    <id>https://blog.kiney.de/blog/linus-backup-philosophie/</id>
    <updated>2025-12-01T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-12-01T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Linus Torvalds vertraut seit fast 30 Jahren auf eine radikale Backup-Strategie: Upload ins Internet und hoffen, dass andere es spiegeln. Ein Ansatz, der erstaunlich gut funktioniert hat.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;&quot;Only wimps use tape backup: real men just upload their important stuff on ftp, and let the rest of the world mirror it ;)&quot;&lt;sup id=&quot;fnref:1&quot;&gt;&lt;a class=&quot;footnote-ref&quot; href=&quot;#fn:1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sagte Linus Torvalds 1996 auf der Linux Kernel Mailing List.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fast 30 Jahre später, 2025 bei Linus Tech Tips:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;My data storage approach is: I upload it to the internet, and if it's worth saving, somebody else will save it for me.&quot;&lt;sup id=&quot;fnref:2&quot;&gt;&lt;a class=&quot;footnote-ref&quot; href=&quot;#fn:2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;video controls style=&quot;width: 80%; max-width: 800px; display: block; margin: 1.5rem auto;&quot;&gt;
    &lt;source src=&quot;torvalds-data-storage.mp4&quot; type=&quot;video/mp4&quot;&gt;
    Dein Browser unterstützt das Video-Tag nicht.
&lt;/video&gt;

&lt;p&gt;Der Ansatz hat für ihn erkennbar fast 30 Jahre gut funktioniert, wenn er immer noch dabei geblieben ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessant ist, dass er das Statement 1996 gebracht hat, während seine Festplatte gerade am Versagen war.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&quot;fn:1&quot;&gt;
&lt;p&gt;Linux Kernel Mailing List, 22. Juli 1996: &lt;a href=&quot;https://lkml.org/lkml/1996/7/22/8&quot;&gt;https://lkml.org/lkml/1996/7/22/8&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a class=&quot;footnote-backref&quot; href=&quot;#fnref:1&quot; title=&quot;Jump back to footnote 1 in the text&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&quot;fn:2&quot;&gt;
&lt;p&gt;Linus Tech Tips Interview, 2025: &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=mfv0V1SxbNA&quot;&gt;https://www.youtube.com/watch?v=mfv0V1SxbNA&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a class=&quot;footnote-backref&quot; href=&quot;#fnref:2&quot; title=&quot;Jump back to footnote 2 in the text&quot;&gt;&amp;#8617;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Humanoide Roboter sind Unsinn</title>
    <link href="https://blog.kiney.de/blog/humanoide-roboter-unsinn/" rel="alternate"/>
    <id>https://blog.kiney.de/blog/humanoide-roboter-unsinn/</id>
    <updated>2025-11-27T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-11-27T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum humanoide Roboter auch für &quot;general robotics&quot; eine völlig bekloppte Bauform sind – eine Antwort auf die üblichen Argumente.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ein Kommentar von mir auf X, dass ich keinen Use-Case für humanoide Roboter sehe, hat sehr viel Widerspruch erzeugt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;...aber Widerspruch unter diesem Kommentar hat mich ehrlich weiter darin bestärkt, dass humanoide Roboter komplett bescheuert sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;humanoid01.png&quot; alt=&quot;Screenshot des X-Kommentars über humanoide Roboter&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die besten, weil einzigen Argumente, die den Leuten einfallen, sind:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;muh general robotics&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Welt ist aber für Menschen gebaut!11!&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Tja, dann scheint es wohl keine guten Argumente zu geben.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;warum-die-argumente-schlecht-sind&quot;&gt;Warum die Argumente schlecht sind&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&quot;1-general-robotics&quot;&gt;1. &quot;General Robotics&quot;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Was soll das überhaupt für ein Argument sein? Für die Anforderung &quot;generisch&quot; muss man konkrete Bauformen verargumentieren. Direkt mit humanoid ins Haus zu fallen ist kein Argument, sondern ein Schluss ohne Argument. WARUM soll aus dieser Anforderung die humanoide Form folgen?&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;2-die-welt-ist-fur-menschen-gebaut&quot;&gt;2. &quot;Die Welt ist für Menschen gebaut&quot;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Oberflächlich das etwas bessere Argument, aber auch nicht stichhaltig. Es zeigt nur, dass eine humanoide Form irgendwie &quot;ausreichend&quot; ist (auch das ist zweifelhaft, Menschen verwenden irre viele Hilfsmittel, um klarzukommen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber es zeigt absolut null, warum es ideal sein sollte.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;konkrete-beispiele&quot;&gt;Konkrete Beispiele&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zwei Arme sind einfach zu wenig.&lt;/strong&gt; Wie oft wünscht man sich einen dritten oder vierten Arm, gerade beim Handwerken. Andersrum haben mehr Arme im moderaten Umfang keinen erkennbaren Nachteil und schränken auch nicht ein, wie sehr ein Roboter für Menschen geschaffene Fahrzeuge, Werkzeuge und Maschinen bedienen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zweibeinig ist komplett kernbehindert.&lt;/strong&gt; Deshalb kennt die Natur das &quot;eigentlich&quot; auch nicht. Evolution ist aber erschütternd schlecht darin, grundlegende Baupläne zu ändern, und der Mensch ist ein umgebauter Vierbeiner mit höherem Blick und Händen für Werkzeuggebrauch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zweibeiniges &quot;Balancieren&quot; braucht permanent Energie, weshalb die ganze Welt voll mit Sitzgelegenheiten oder mindestens Griffen ist. &lt;em&gt;Mindestens&lt;/em&gt; ein drittes Stützbein oder eine Art Känguru-Schwanz wäre eine strenge Verbesserung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Überhaupt ist Laufen auf flachem, hartem Grund&lt;/strong&gt;, wie Menschen ihn überall in urbanen Umgebungen erschaffen haben, &lt;strong&gt;um Größenordnungen ineffizienter als Fahren&lt;/strong&gt;. Merkt jeder schon selbst, wenn er mal Fahrrad fährt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Roboter sollte also Räder haben. Die können fürs Treppensteigen o. ä. gern arretierbar sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die ganze Konstruktion mit Sensorik und Hirn im Kopf&lt;/strong&gt; ist ein riesengroßer fauler Kompromiss...&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich spare mir mal die weiteren Beispiele und Ausführungen, letzlich könnte ich seitenlang so weiter machen. Summa summarum bin ich fest davon überzeugt, dass humanoide Roboter auch für &quot;general robotics&quot; eine völlig bekloppte Bauform sind. Für &lt;em&gt;neue&lt;/em&gt; Argumente bin ich immer offen, aber die bisherigen Reaktionen lassen mich eher ahnen dass sie Mangelware sind.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Rente: der Schaden ist gesetzt.</title>
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    <id>https://blog.kiney.de/blog/rente-schaden-gesetzt/</id>
    <updated>2025-11-18T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-11-18T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum das deutsche Rentensystem seit 1957 ein Schneeballsystem ist - und warum ein &quot;weiter so&quot; keine Option sein kann.</summary>
    <content type="html">&lt;h2 id=&quot;meine-rechnung-bei-visa-zahl-ich-mit-mastercard&quot;&gt;Meine Rechnung bei Visa? Zahl ich mit Mastercard!&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das deutsche Rentensystem ist seit der Rentenreform 1957 ein Schneeballsystem. Das ist nicht neu und war auch DAMALS schon bekannt.
Die zuvor kapitalgedeckten Rentenkassen sind schlicht im zweiten Weltkrieg untergegangen.
Das Rentenniveau war entsprechend mitten in der Zeit des Wirtschaftswunders erbärmlich, was eine populistische Wahlkampfgelegenheit eröffnet hat die Adenauer auch am Schopf gepackt hat.
Die Rente der Generation deren Beiträge im Krieg verbrannt sind wurde mit den Beiträgen der Generation von morgen bezahlt und die Dose die Straße heruntergetreten.
Das ging solange gut wie die Bevölkerungspyramide tatsächlich eine Pyramide war und die Wirtschaft rasant wuchs.
Damals schon haben Wirtschaftswissenschaftler wie Horst Jecht oder Wilhelm Röpke exakt vorweggenommen was uns heute auf die Füße fällt.
Röpke bezeichnete die Rentenreform gar als &quot;sozialpolitischen Kettenbrief&quot; (der Begriff &quot;Schneeballsystem&quot; war noch nicht geläufig)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ehrlich wäre damals gewesen die Kriegsgeneration deren Rentenkasse untergegangen ist aus Steuermitteln zu entlasten - damit hätte Adenauer aber werktätige Wähler verprellt.
Also hat er Menschen in Haftung genommen die nicht wählen können:
ungeborene Generationen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn heute die &quot;Boomer&quot; darauf beharren ja &quot;vierzig Jahre in die Rentenkasse eingezahlt&quot; zu haben sind sie entweder unfassbar ungebildet oder lügen mit sattem Vorsatz.
Weder ist das überhaupt eine Rentenkasse noch wurde irgendwas &quot;eingezahlt&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;rente01.jpeg&quot; alt=&quot;Deutsches Rentensystem&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt keine saubere Lösung. Entweder wir haben ein Ende mit Schrecken oder einen Schrecken ohne Ende.
Umso später wir dieses Ponzi System demontieren desto höher wird der Fall.
Man kann über den sozialen Ausgleich beim Rückbau dieses Ponzi reden, aber ein &quot;weiter so&quot; ist keine Option.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Rentensystem MUSS abgewickelt werden.&lt;/p&gt;</content>
  </entry>
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    <title>Menschen sind nicht gleich</title>
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    <id>https://blog.kiney.de/blog/gleichheitswahn/</id>
    <updated>2025-08-21T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-08-21T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Über die Gleichheit und Gleichwertigkeit von Menschen – und warum der Gleichheitswahn zur Wurzel des Übels geworden ist.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;1) Menschen sind nicht gleich.&lt;br /&gt;
2) Menschen sind nicht gleichwertig.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide Aussagen sind nicht nur wahr, sondern komplett offensichtlich.
Da braucht man auch nicht groß zu diskutieren oder zu argumentieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu 1): Schau Menschen einfach an. Beweis abgeschlossen.&lt;br /&gt;
Zu 2): Du hast 100 € zu verschenken. Hat jeder der ca. 8 Mrd. Menschen auf diesem Planeten dieselbe Chance, sie von dir zu bekommen?  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder: Du hörst von einem Gewaltverbrechen. Reagierst du identisch – egal, ob es deine Mutter ist oder eine dir unbekannte Person auf einem anderen Kontinent?
Wenn du kein kompletter Psychopath bist … ziemlich sicher NEIN.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wert ist subjektiv. Wert ist eine menschliche Zuschreibung, keine physikalische Größe.
Es gibt keinen Grund, wirklich absolut gar keinen, warum alle Menschen denselben Wert haben sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Moral Circle Heatmap&quot; src=&quot;moral-circle-heatmap01.jpeg&quot; /&gt;
&lt;em&gt;Visualisierung verschiedener moralischer Kreise – wer liegt dir näher?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider haben wir seit etlichen Dekaden ein öffentliches Bildungswesen, das uns die Gleichheit und die Gleichwertigkeit aller Menschen eintrichtern möchte.
Bei Punkt 1) ist es glücklicherweise nur eingeschränkt erfolgreich, einfach weil die Unterschiede zu offensichtlich sind.
Aber viele Menschen rudern dann auf eine Position zurück, die 2) nach wie vor ignoriert oder aktiv das Gegenteil behauptet.
Es wird als moralisch falsch angesehen, Menschen unterschiedlich zu werten.
Doch das Gegenteil ist der Fall. Wer seine eigene Schwester identisch zum muslimischen Vergewaltiger wertet, ist in meinen Augen ein schlechter Mensch.
Auch das bleibt letzten Endes subjektiv, aber ich denke, die gegenteilige Auffassung führt relativ offensichtlich in die komplette Hölle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das ist letztlich genau das, was in etlichen westlichen Ländern in den vergangenen Jahren passiert.
Im UK werden Väter, die ihre Töchter aus den Klauen von pakistanischen „Grooming Gangs&quot; befreien wollen, verhaftet.
In Deutschland werden Frauen, die einen Vergewaltiger als „verabscheuungswürdiges Vergewaltiger-Schwein&quot; bezeichnen, zu einer höheren Strafe verurteilt als eben jenes verabscheuungswürdige Vergewaltiger-Schwein.
Solche Urteile sind kein Zufall. Sie sind kein Schicksal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie sind Ergebnis einer Ideologie, die Gleichheit vor Recht stellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das sind die Spitzen, die selbe Ideologie (neben kreuzgewöhnlicher Korruption) führt zu Radwegen in Peru während unsere Brücken einstürzen. Die selbe Ideologie führt zur steuerfinanzierten Vermietung von Luxushotels an Flüchtlinge während es Wohnraummangel gibt. Die selbe Ideologie führt zu Energiepreissteigerungen um ein globales Klima vermeintlich zu retten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichheitswahn ist kein Symptom. Es ist die Wurzel des Übels.&lt;/p&gt;</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Warum Hubschrauber im Hochgebirge an ihre Grenzen stoßen</title>
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    <id>https://blog.kiney.de/blog/hubschrauber-hoehe/</id>
    <updated>2025-03-01T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-03-01T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Eine technische Erklärung warum Kameradrohnen in großer Höhe funktionieren, Rettungshubschrauber aber nicht - es geht um Physik und Rotordurchmesser.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Wer sich fragt warum man im Hochgebirge nicht &quot;einfach mit Hubschrauber&quot; retten kann, eine Kameradrohne aber augenscheinlich kein Problem mit der Höhe hat - ich hab mich das auch gefragt und mal etwas recherchiert und aufgedröselt für Interessierte:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;helikopter-vs-drohne_schallgeschwindigkeit-blattspitzen.png&quot; alt=&quot;Diagramm: Maximale Drehzahl vs. Rotordurchmesser&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-grundlegende-problem-dunne-luft&quot;&gt;Das grundlegende Problem: Dünne Luft&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die dünnere Luft in der Höhe reduziert den Auftrieb prinzipiell erstmal gleichermaßen für Drohne und Hubschrauber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kompensieren kann man das durch höhere Antriebsleistung / höhere Drehzahl der Rotoren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-transsonische-grenze&quot;&gt;Die transsonische Grenze&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das ganze findet aber eine harte Grenze ab dort, wo die Blattspitzen des Rotors Schallgeschwindigkeit erreichen würden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;&quot;transsonische Widerstand&quot;&lt;/strong&gt; lässt die nötige Leistung für höhere Drehzahlen sprunghaft ansteigen und der erzeugte Auftrieb sinkt sogar wieder durch Strömungsabriss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Punkt ist bei größerem Rotordurchmesser natürlich durch den &quot;Hebel&quot; bei &lt;em&gt;erheblich&lt;/em&gt; geringerer Drehzahl erreicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-mathematik-dahinter&quot;&gt;Die Mathematik dahinter&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Geschwindigkeit an der Blattspitze steigt natürlich linear mit Rotordurchmesser:&lt;/p&gt;
&lt;div style=&quot;background: var(--bg-secondary); padding: 1.5rem; border-radius: 8px; margin: 1.5rem 0; text-align: center; overflow-x: auto;&quot;&gt;
&lt;math xmlns=&quot;http://www.w3.org/1998/Math/MathML&quot; display=&quot;block&quot;&gt;
  &lt;msub&gt;
    &lt;mi&gt;V&lt;/mi&gt;
    &lt;mtext&gt;spitze&lt;/mtext&gt;
  &lt;/msub&gt;
  &lt;mo&gt;=&lt;/mo&gt;
  &lt;mi&gt;π&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
  &lt;mi&gt;D&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
  &lt;mfrac&gt;
    &lt;mi&gt;n&lt;/mi&gt;
    &lt;mn&gt;60&lt;/mn&gt;
  &lt;/mfrac&gt;
&lt;/math&gt;
&lt;div style=&quot;margin-top: 1rem; font-size: 0.9em; color: var(--text-secondary);&quot;&gt;
D := Durchmesser&lt;br&gt;
n := Drehzahl in U/min
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Wenn wir dann Mach 1 einsetzen und umstellen:&lt;/p&gt;
&lt;div style=&quot;background: var(--bg-secondary); padding: 1.5rem; border-radius: 8px; margin: 1.5rem 0; text-align: center; overflow-x: auto;&quot;&gt;
&lt;math xmlns=&quot;http://www.w3.org/1998/Math/MathML&quot; display=&quot;block&quot;&gt;
  &lt;mi&gt;n&lt;/mi&gt;
  &lt;mo stretchy=&quot;false&quot;&gt;[&lt;/mo&gt;
  &lt;mtext&gt;U/min&lt;/mtext&gt;
  &lt;mo stretchy=&quot;false&quot;&gt;]&lt;/mo&gt;
  &lt;mo&gt;=&lt;/mo&gt;
  &lt;mfrac&gt;
    &lt;mrow&gt;
      &lt;mn&gt;343&lt;/mn&gt;
      &lt;mtext&gt; m/s &lt;/mtext&gt;
      &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
      &lt;mn&gt;60&lt;/mn&gt;
      &lt;mtext&gt; s/min&lt;/mtext&gt;
    &lt;/mrow&gt;
    &lt;mrow&gt;
      &lt;mi&gt;π&lt;/mi&gt;
      &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
      &lt;mi&gt;D&lt;/mi&gt;
      &lt;mo stretchy=&quot;false&quot;&gt;[&lt;/mo&gt;
      &lt;mtext&gt;m&lt;/mtext&gt;
      &lt;mo stretchy=&quot;false&quot;&gt;]&lt;/mo&gt;
    &lt;/mrow&gt;
  &lt;/mfrac&gt;
&lt;/math&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h2 id=&quot;warum-drohnen-es-trotzdem-schaffen&quot;&gt;Warum Drohnen es trotzdem schaffen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die kleine Kameradrohne kann das einfach mit absurden Propellerdrehzahlen (unter Inkaufnahme sehr hohen Stromverbrauchs) weiter kompensieren. Der Helikopter kann das nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;In der Praxis liegt die Grenze ca. 4000 - 6000 m ü. N.N. je nach Wetter und Bautyp des Helikopters.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einzelne Rekorde bis 7000 m.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;warum-nicht-einfach-kleinere-rotoren&quot;&gt;Warum nicht einfach kleinere Rotoren?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sollten wir also einfach Hubschrauber mit kleineren Rotoren für die Höhenrettung bauen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider klappt das nicht. Der Schub T eines Rotors ist in Näherung:&lt;/p&gt;
&lt;div style=&quot;background: var(--bg-secondary); padding: 1.5rem; border-radius: 8px; margin: 1.5rem 0; text-align: center; overflow-x: auto;&quot;&gt;
&lt;math xmlns=&quot;http://www.w3.org/1998/Math/MathML&quot; display=&quot;block&quot;&gt;
  &lt;mi&gt;T&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;=&lt;/mo&gt;
  &lt;mn&gt;2&lt;/mn&gt;
  &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
  &lt;mi&gt;ρ&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
  &lt;mi&gt;A&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
  &lt;msup&gt;
    &lt;mi&gt;v&lt;/mi&gt;
    &lt;mn&gt;2&lt;/mn&gt;
  &lt;/msup&gt;
&lt;/math&gt;
&lt;div style=&quot;margin-top: 1rem; font-size: 0.9em; color: var(--text-secondary);&quot;&gt;
ρ := Luftdichte (linear drin, daher Heli und Drohne gleich betroffen)&lt;br&gt;
&lt;math xmlns=&quot;http://www.w3.org/1998/Math/MathML&quot; display=&quot;inline&quot;&gt;
  &lt;mi&gt;A&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;=&lt;/mo&gt;
  &lt;mi&gt;π&lt;/mi&gt;
  &lt;mo&gt;×&lt;/mo&gt;
  &lt;msup&gt;
    &lt;mrow&gt;
      &lt;mo&gt;(&lt;/mo&gt;
      &lt;mfrac&gt;
        &lt;mi&gt;D&lt;/mi&gt;
        &lt;mn&gt;2&lt;/mn&gt;
      &lt;/mfrac&gt;
      &lt;mo&gt;)&lt;/mo&gt;
    &lt;/mrow&gt;
    &lt;mn&gt;2&lt;/mn&gt;
  &lt;/msup&gt;
&lt;/math&gt; := Rotorfläche&lt;br&gt;
&lt;em&gt;(Achtung: hier steckt der Durchmesser wiederum quadratisch drin)&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
v := Strahlgeschwindigkeit durch die Scheibe&lt;br&gt;
&lt;em&gt;(die genaue Herleitung sparen wir uns hier mal, die Drehzahl steckt aber quadratisch drin)&lt;/em&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h2 id=&quot;das-quadratische-problem&quot;&gt;Das quadratische Problem&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir haben also &lt;strong&gt;quadratisch besseren Auftrieb&lt;/strong&gt; mit steigendem Rotordurchmesser bei konstantem v.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir also einen fixen nötigen Auftrieb haben können wir NICHT einfach einen Rotor mit Durchmesser D durch zwei Rotoren mit Durchmesser D/2 ersetzen sondern brauchen mehr...&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Korrektur vom 30. Juni 2026:&lt;/strong&gt; Hier war ursprünglich von der Rotorfläche A statt vom Rotordurchmesser D die Rede.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;→ Ein Helikopter bräuchte etliche kleinere Rotoren um einen großen zu ersetzen, das Ergebnis wäre ein ziemliches Monstrum.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die physikalischen Gesetze sind hier eindeutig: Große Rotoren sind effizienter für schwere Lasten, können aber aufgrund der transsonischen Grenze in großer Höhe nicht mehr schnell genug drehen. Kleine Rotoren können zwar schneller drehen, brauchen aber aufgrund der quadratischen Beziehung zwischen Durchmesser und Auftrieb unpraktikabel viele Einheiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb funktionieren leichte Kameradrohnen in extremen Höhen, während Rettungshubschrauber an ihre physikalischen Grenzen stoßen.&lt;/p&gt;</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Quantencomputer und Verschlüsselung: Keine Panik nötig</title>
    <link href="https://blog.kiney.de/blog/quantencomputer-verschluesselung/" rel="alternate"/>
    <id>https://blog.kiney.de/blog/quantencomputer-verschluesselung/</id>
    <updated>2025-02-19T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-02-19T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum Quantencomputer nicht das Ende sicherer Verschlüsselung bedeuten und welche Lösungen bereits existieren.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Weil ich schon wieder viel zu viel uninformierte Panik bzgl. dem Impact auf Verschlüsselung lese: nein, Quantencomputer sind nicht das Ende sicherer Verschlüsselung, nichtmal theoretisch und wenn sie perfekt funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;Screenshot_2025-10-24_03-11-39.jpg&quot; alt=&quot;Quantencomputer Ankündigung von Microsoft&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anlass für diesen Beitrag: Microsoft's Ankündigung zu Quantencomputern&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-relevanten-quantenalgorithmen&quot;&gt;Die relevanten Quantenalgorithmen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei der Betrachtung sind vor allem zwei Quantenalgorithmen relevant, die wir jetzt schon kennen, aber mangels brauchbarem Quantencomputer nicht praktisch einsetzen können:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Shors Algorithmus&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Grovers Algorithmus&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h3 id=&quot;1-shors-algorithmus&quot;&gt;1) Shors Algorithmus&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dieser löst effektiv das Faktorisierungsproblem von Zahlen. Relevant daher, weil die aktuell üblichen asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren (d.h. unterschiedlicher Schlüssel zum ver- und entschlüsseln) wie RSA, DSA und ECDSA damit gebrochen werden können, sowie Diffie-Hellmann Schlüsselaustausch.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;2-grovers-algorithmus&quot;&gt;2) Grovers Algorithmus&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Kann effektiv in ungeordneten Daten suchen. Damit lassen sich symmetrische Verschlüsselungsverfahren wie AES angreifen, ABER anders als Shors Algorithmus ist er hier keine &quot;magic bullet&quot; sondern beschleunigt den Angriff nur. Lässt sich banal mit längeren Schlüsseln lösen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;post-quantum-kryptographie&quot;&gt;Post-Quantum-Kryptographie&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die wesentlichen Probleme bleiben dann:
- asymmetrische Verschlüsselung
- Schlüsseltauschverfahren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für beides gibt es bereits bekannte &quot;post quantum&quot; Algorithmen, also welche nicht mit Shors Algorithmus angreifbar sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angenehmerweise &quot;fallen&quot; die nicht nur gemeinsam sondern können auch die selben mathematischen Konstrukte ersetzen. Das sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;gitterbasierte Verfahren&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;codebasierte Verfahren&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&quot;warum-werden-diese-nicht-schon-breit-eingesetzt&quot;&gt;Warum werden diese nicht schon breit eingesetzt?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Weil sie natürlich auch Nachteile haben:&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;gitterbasierte-verfahren&quot;&gt;Gitterbasierte Verfahren&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese sind insbesondere in der Entschlüsselung deutlich langsamer als klassische Algorithmen. Das ist nicht so schlimm, da asymmetrische Verfahren meist nur zur Verschlüsselung eines symmetrischen Schlüssels eingesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;codebasierte-verfahren&quot;&gt;Codebasierte Verfahren&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese haben den Nachteil riesige Schlüssel zu brauchen im Bereich von hunderten KB. (Zum Vergleich: bei RSA sind z.B. 4096 bit Schlüssel üblich, 100KB wäre fast 200mal so groß). Nervig, aber kein Blocker auf heutiger Hardware.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;der-wichtigste-grund&quot;&gt;Der wichtigste Grund&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese Verfahren sind erheblich jünger und in der Praxis bisher wenig eingesetzt, genießen also weniger Vertrauen als bewährte Algorithmen solange es keinen brauchbaren Quantencomputer gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein verfrühter Umstieg birgt die Gefahr Probleme zu übersehen und vergeudet die Möglichkeit diese Algorithmen weiter zu verbessern bevor sie durch Implementierungen &quot;zementiert&quot; werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;bonus-ware-bitcoin-betroffen&quot;&gt;Bonus: Wäre Bitcoin betroffen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Kurz: ja...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;...aber&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bitcoin verwendet zwei prinzipiell gefährdete Algorithmen:
- &lt;strong&gt;ECDSA für Signaturen&lt;/strong&gt;
- &lt;strong&gt;SHA256 für Proof-of-Work&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das SHA256 für PoW ist meines Erachtens dann völlig unkritisch wenn Quantencomputer allgemein verfügbar sind - jeder Miner kann sie einsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ECDSA wiederum ist futsch mit Shors. Bitcoin ist aber jetzt schon resilient nutzbar:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Shors braucht den Public Key um den Private Key zu ermitteln. Der Public Key wird bei Bitcoin mit P2PKH erst mit der ersten Zahlung von einem Wallet offenbart (vorher ist nur ein Hash bekannt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn eine Wallet Adresse stets nur einmalig verwendet wird ist das Risiko weitgehend minimiert.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch sollte Bitcoin wenn brauchbare Quantencomputer am Horizont sind das Signaturverfahren austauschen. Glücklicherweise gibt es bereits konkrete Vorschläge, z.B. &lt;strong&gt;BIP-360: QuBit - Pay to Quantum Resistant Hash&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;der-worst-case&quot;&gt;Der Worst Case&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dieser Artikel beleuchtet den &quot;worst case&quot; - einen gut funktionierenden Quantencomputer der Shors und Grovers Algorithmus für große Eingaben fehlerfrei ausführen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was Microsoft und andere konkret ankündigen ist sehr sehr wahrscheinlich eher Marketingspuk als ein echter Durchbruch der diese Anforderungen erfüllt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Quantencomputer sind eine technologische Herausforderung für bestimmte kryptographische Verfahren, aber keineswegs das Ende der Verschlüsselung. Die Kryptographie-Community hat bereits Lösungen entwickelt und arbeitet kontinuierlich an deren Verbesserung. Ein überstürzter Umstieg wäre kontraproduktiv - wir haben Zeit, diese neuen Verfahren zu testen und zu härten, bevor praktisch nutzbare Quantencomputer Realität werden.&lt;/p&gt;</content>
  </entry>
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    <title>Asbest ist based</title>
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    <updated>2025-01-22T00:00:00Z</updated>
    <published>2025-01-22T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Eine differenzierte Betrachtung zu Asbest jenseits pauschaler Verteufelung - über physikalische Eigenschaften, reale Gefahren und sinnvollen Umgang.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Ich lese - wohl wegen dem Repeal des kompletten Asbest Bans von Trump - momentan viel zu viel kompletten Mumpitz zu Asbest in meiner Timeline.
Dröseln wir mal ein paar Sachen auf:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Natürliches Asbestgebirge in Kalifornien, Riverside County&quot; src=&quot;Asbestos_Mountain,_Riverside_County,_California.jpg&quot; /&gt;
&lt;em&gt;Natürliches Asbestgebirge in Kalifornien, Riverside County&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;a-worum-es-aktuell-geht&quot;&gt;a) Worum es aktuell geht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei dieser aktuellen Sache geht es NICHT um Asbest als Baustoff wie es vielen bekannt ist. Es geht vor allem um Asbest als Trennelement in einigen Nischenanwendungen von elektrolytischen Zellen in der Chemieindustrie. Asbest ist da durch seine hohe Temperaturfestigkeit und weil es mit den betreffenden Chemikalien nicht reagiert prima geeignet.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;b-die-eigentliche-gefahr-durch-asbest&quot;&gt;b) Die eigentliche Gefahr durch Asbest&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Kommen wir zum eigentlichen Punkt: der Gefahr durch Asbest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ersteinmal ist Asbest nicht &lt;em&gt;ein&lt;/em&gt; Stoff, sondern ein Sammelbegriff für natürlich vorkommende Fasern aus Silikatmineralien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entgegen landläufiger Meinung ist keiner dieser Stoffe an sich giftig. Gar nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schadwirkung kommt vollständig aus den rein physikalischen Eigenschaften. Oder anders ausgedrückt: wenn man sich abertausende winzige Nadeln in die Lunge zieht ist das total überraschenderweise nicht gesund.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;c-pauschale-verbote-sind-emotional-getrieben&quot;&gt;c) Pauschale Verbote sind emotional getrieben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Pauschale Asbestverbote sind emotional getrieben, nicht sachlich. Es erinnert ein wenig an den Atomausstieg: nur weil ein russischer RBMK einem falsch betrieben um die Ohren fliegt macht es nicht Kerntechnik als Ganzes unsicher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Vergangenheit wurde teilweise EXTREM unsachtsam mit Asbest umgegangen: mit der Flex auf der Baustelle zuschneiden, Verwendung als Kunstschnee (z.B. in Filmen wie Wizard of Oz, teils aber auch einfach als Weihnachtsdekoration). In Folge haben sich sehr viele Menschen sehr viele kleine Nadeln in die Lunge gezogen und dann in den folgenden Dekaden erhebliche gesundheitliche Probleme bekommen. Dumme Idee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Asbest so verwendet, dass er nicht als frei fliegende Faser in die Atemluft kommt ist absolut harmlos. Das ist bei der konkreten Anwendung z.B. in elektrolytischen Zellen der Fall, aber tatsächlich auch im Baustoffbereich wenn er in Kunstharz oder Zement gebunden ist. Hier ist die Gefahr erst beim unachtsamen Abbruch mit Brecheisen und Säge.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;d-das-problem-mit-ersatzstoffen&quot;&gt;d) Das Problem mit Ersatzstoffen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir haben keinen vollwertigen Ersatz und &lt;em&gt;können&lt;/em&gt; auch keinen Ersatz haben. Da die Schadwirkung ja eben nicht chemisch ist sondern aus der Struktur der Fasern herrührt hat letztlich jedes Fasermaterial mit ähnlichen Eigenschaften auch ähnliche Probleme. Insbesondere wenn man sehr hochtemperaturfeste Fasern braucht kommen &quot;weiche&quot; Fasermaterialien halt nicht in Frage.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Summe bin ich der Auffassung, dass wir aufhören sollten Asbest pauschal zu verteufeln, aber eben auch nicht so arglos wie in der Vergangenheit damit umgehen. Wir brauchen einfach gesunden Sachverstand bei der Anwendung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Ok, bisschen viel verlangt vermutlich).&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Freiheit ist zeitlos</title>
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    <updated>2024-10-03T00:00:00Z</updated>
    <published>2024-10-03T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Über die Kontinuität des Kampfes für Freiheit durch die Jahrtausende - von Aristoteles über die Cypherpunks bis heute.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Freiheit ist zeitlos.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;liberalismus-durch-die-jahrtausende&quot;&gt;Liberalismus durch die Jahrtausende&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Natürlich nähren sich gegenwärtige Strömungen des Liberalismus auch aus Beiträgen des 18./19. Jahrhunderts, aber ebenso betonte schon &lt;strong&gt;Aristoteles&lt;/strong&gt; in &lt;em&gt;Politiká&lt;/em&gt; ca. 330 v. Chr. den Wert staatlicher Mäßigung (σωφροσύνη – &lt;em&gt;sōphrosynē&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;moderne-impulse&quot;&gt;Moderne Impulse&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Genauso gaben die &lt;strong&gt;Cypherpunks der 90er&lt;/strong&gt; den wesentlichen Impuls zu Bitcoin und einer breiten Hinterfragung der Rolle staatlichen Geldes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Kopimi-Bewegung der 2000er&lt;/strong&gt; hinterfragte staatlich verliehene Monopole auf Information (Copyright).&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;jede-zeit-ihre-eigenen-kampfe&quot;&gt;Jede Zeit, ihre eigenen Kämpfe&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Jede Zeit hat ihre eigenen Formen der Unterdrückung und staatlichen Zwangs – doch die Zurückdrängung staatlichen Zwangs ist ein &lt;strong&gt;Kampf über Jahrtausende&lt;/strong&gt;, keine Modeideologie einer Epoche.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-kontinuitat-der-freiheit&quot;&gt;Die Kontinuität der Freiheit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Autoritäre Kollektivisten mit verschiedensten Zielen und Kollektivbegriffen kommen und gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Liberalismus wird noch relevant sein, wenn die gesamte Neurechte Bewegung nur noch ein Geschichtsvermerk ist.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf für individuelle Freiheit und gegen übermäßigen staatlichen Zwang zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Von der antiken Philosophie über die Aufklärung bis zur digitalen Revolution – in jeder Epoche finden sich Menschen, die für Selbstbestimmung und gegen Unterdrückung eintreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Kontinuität zeigt: Freiheit ist kein zeitgebundenes Konzept, sondern ein fundamentales menschliches Bedürfnis, das immer wieder neu gegen die jeweils aktuellen Formen der Unterdrückung verteidigt werden muss.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>&quot;Hass ist keine Meinung&quot; - Richtig!</title>
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    <updated>2024-09-28T00:00:00Z</updated>
    <published>2024-09-28T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Eine Betrachtung von Hass als evolutionär wichtiger Schutzmechanismus gegen schleichende Gefahren.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;&quot;Hass ist keine Meinung&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Richtig. Hass ist eine menschliche Emotion.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-evolutionare-funktion-von-hass&quot;&gt;Die evolutionäre Funktion von Hass&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als solche erfüllt Hass eine wichtige Funktion und ist über Jahrhunderttausende evolutionär als Schutzmechanismus erprobt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hass kann entgleiten und die Falschen treffen, aber er ist im Kern wichtig als Schutzmechanismus gegen &quot;schleichende&quot; Gefahren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;akute-vs-schleichende-bedrohungen&quot;&gt;Akute vs. schleichende Bedrohungen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn jemandem eine Faust Richtung Gesicht fliegt greifen akute Reflexe als Schutzmechanismen: Lidschluss, Abblocken mit Armen etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese natürlichen Abwehrmechanismen sind nicht ausreichend für Gefahren die sich über Jahre hinweg aufbauen und einer Lösung über den akuten Bedrohungsfall hinaus bedürfen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-rolle-von-hass-als-schutzmechanismus&quot;&gt;Die Rolle von Hass als Schutzmechanismus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dabei ist überraschend unerheblich ob es ein Ernteschädling im Mittelalter oder eine zerstörerische Ideologie in der Gegenwart ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hass treibt Menschen zu Abwehrmaßnahmen die in jedem Einzelfall nicht erfolgen würden, in Summe aber vonnöten sind.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Aussage &quot;Hass ist keine Meinung&quot; ist technisch korrekt - aber sie wird oft verwendet um eine legitime emotionale Reaktion auf schleichende Bedrohungen zu delegitimieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hass ist eine menschliche Emotion mit evolutionärer Funktion. Wie alle Emotionen kann er fehlgeleitet werden, aber seine grundsätzliche Existenz und Funktion als Schutzmechanismus sollte anerkannt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die eigentliche Frage ist nicht ob Hass eine Meinung ist, sondern ob die Unterdrückung dieser natürlichen Schutzreaktion sinnvoll oder sogar gefährlich ist.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Wirtschaftliche Freiheit wirkt graduell</title>
    <link href="https://blog.kiney.de/blog/wirtschaftliche-freiheit-wirkt-graduell/" rel="alternate"/>
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    <updated>2024-09-19T00:00:00Z</updated>
    <published>2024-09-19T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum Verfechter freier Märkte sich nicht hinter &quot;das war kein richtiger Kapitalismus&quot; verstecken müssen - jeder Schritt Richtung Freiheit zählt.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Wirtschaftliche Freiheit wirkt graduell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil das viel zu oft kommt, mal scherzhaft, aber auch viel zu oft als ernst gemeintes Argument:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;nicht-der richtige-meme.png&quot; alt=&quot;Meme: Das war kein richtiger Kapitalismus&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;kein-richtiger-kapitalismus-notig&quot;&gt;Kein &quot;richtiger Kapitalismus&quot; nötig&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;economic-freedom-prosperity01.jpg&quot; alt=&quot;Wirtschaftliche Freiheit und Wohlstand&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, als Kapitalist muss man sich anders als die Commies NICHT hinter &quot;...das war kein richtiger Kapitalismus&quot; verstecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vertreter freier Marktwirtschaft müssen nicht mit irgendeinem nicht erreichbarem Utopia copen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;jeder-schritt-zahlt&quot;&gt;Jeder Schritt zählt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jeder einzelne Schritt Richtung Freiheit macht die Menschen ein Stückchen glücklicher und ein Stückchen reicher.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;economic-freedom-prosperity02.jpg&quot; alt=&quot;Korrelation zwischen wirtschaftlicher Freiheit und Wohlstand&quot; class=&quot;img-side-by-side&quot;&gt;
&lt;img src=&quot;freedom-happyness01.jpeg&quot; alt=&quot;Wirtschaftliche Freiheit und Lebenszufriedenheit&quot; class=&quot;img-side-by-side&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist der fundamentale Unterschied zu sozialistischen Ideologien, die behaupten, ihr System müsse &quot;vollständig&quot; implementiert werden um zu funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;keine-sattigung-in-sicht&quot;&gt;Keine Sättigung in Sicht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Sättigung oder eine Umkehr dieser Regel ist btw. bisher nicht abzusehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst den wirtschaftlich vergleichsweise freiesten Ländern kann man also mit Fug und Recht vorwerfen immer noch zu unfrei zu sein, &lt;strong&gt;ohne in Widerspruch oder Cope verfallen zu müssen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;der-empirische-vorteil&quot;&gt;Der empirische Vorteil&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dieser graduelle Effekt ist empirisch überprüfbar und nachweisbar:
- Mehr wirtschaftliche Freiheit → höherer Wohlstand
- Diese Korrelation ist robust und gilt weltweit
- Sie gilt unabhängig vom Ausgangsniveau&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Marktwirtschaft ist kein Alles-oder-Nichts-Prinzip. Jede Deregulierung, jede Steuersenkung, jede Reduzierung staatlicher Eingriffe zeigt messbare positive Effekte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das macht die Position von Befürwortern freier Märkte fundamental stärker als die von Sozialisten, die auf ein unerreichbares Utopia verweisen müssen, wenn ihre Systeme scheitern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir können einfach sagen: &quot;Mehr Freiheit ist besser. Und noch mehr Freiheit wäre noch besser.&quot;&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Alkohol und europäische Kultur</title>
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    <updated>2024-08-09T00:00:00Z</updated>
    <published>2024-08-09T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Warum Alkohol mehr als nur eine Droge ist und wie er tief in europäische Kulturen eingebettet ist - über Vertrauensbildung und soziale Regeln.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Mal ein kurzer Thread zu Alkohol und Kultur, weil ich wiederholt gebeten wurde meine Meinung dazu auszuführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alkohol ist nicht nur eine random Droge, sondern er hat einige gesellschaftlich sehr spannende Eigenschaften:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;alcohol-society-culture01.jpeg&quot; alt=&quot;Meme über Alkohol in der Gesellschaft&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-besonderen-eigenschaften-von-alkohol&quot;&gt;Die besonderen Eigenschaften von Alkohol&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Er enthemmt&lt;/strong&gt; und ist damit sozialer Schmierstoff&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Er senkt die Risikoaversion&lt;/strong&gt; und ermöglicht jungen Menschen prägende Erfahrungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Und das allerwichtigste: &lt;strong&gt;er ist eine Art &quot;Wahrheitsserum&quot;&lt;/strong&gt;, insbesondere für junge Menschen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&quot;vertrauen-durch-gemeinsames-trinken&quot;&gt;Vertrauen durch gemeinsames Trinken&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diese Kombination an Wirkungen prägt unsere Gesellschaft sehr tief. Ich habe z.B. generell deutlich weniger Vertrauen in Menschen mit denen ich mich noch nie besoffen habe. Das haben viele so, die meisten machen es sich aber nicht bewusst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Jo, den Hans kenn ich gut, dem kann ich vertrauen...&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne sich zu fragen WARUM sie den Hans so gut kennen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;kultur-ist-entscheidend&quot;&gt;Kultur ist entscheidend&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun kann man nicht einfach ungeprägten Menschen einen Kleinlaster voller Schnaps hinstellen und hoffen, dass sie beste Freunde werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was dann passiert ist nicht schön und wir sehen es in Indianerreservaten oder bei muslimischen Einwanderern am Hauptbahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alkohol muss tief in die Kultur eingebettet sein.&lt;/strong&gt; Und das ist er in europäischen Kulturen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-ungeschriebenen-regeln&quot;&gt;Die ungeschriebenen Regeln&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es gibt in den verschiedenen europäischen Kulturen für die verschiedensten Anlässe einen umfassenden, meist ungeschriebenen Regelkatalog was und wie viel man trinkt. Diese Regeln führen nicht nur dazu dass jeder &quot;Teilnehmer&quot; den richtigen Pegel erreicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genauso wichtig ist, dass sie den Pegel für die anderen Teilnehmer unbewusst abschätzbar machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wichtigste Wirkung des Alkohols - die Vertrauensbildung - entfaltet erst so ihr tatsächliches Potential.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alkohol ist ein Fundament der europäischen Hochvertrauensgesellschaft.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die tief in unsere Kultur eingebetteten Trinkrituale und -regeln ermöglichen es, dass Alkohol seine vertrauensbildende Wirkung entfalten kann, ohne in Exzess und Kontrollverlust zu münden. Diese kulturelle Prägung ist über Generationen gewachsen und unterscheidet sich fundamental von Gesellschaften ohne diese Tradition.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>The Left Can't Meme</title>
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    <updated>2024-07-31T00:00:00Z</updated>
    <published>2024-07-31T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Eine Analyse darüber, warum linke Memes systematisch scheitern – und es liegt nicht nur an der berühmten &quot;wall of text&quot;.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;&quot;The left can't meme&quot; – das wissen wir alle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Exemplar ist aber sehr interessant, um zu erörtern &lt;em&gt;warum&lt;/em&gt; Linke systematisch daran scheitern, catchy Memes zu bauen. Und zwar genau weil es etwas anders auf die Fresse fliegt als üblich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;Screenshot_2025-10-24_02-52-26.png&quot; alt=&quot;Screenshot des ursprünglichen Quotetweets&quot; class=&quot;img-medium&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das Ausgangsmeme, das zur Diskussion geführt hat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-ubliche-problem-wall-of-text&quot;&gt;Das übliche Problem: Wall of Text&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der übliche und meist zutreffende Vorwurf an linke Memes ist: Wall of text, bis zum &quot;Catch&quot; sind die Füße taub.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während das threadbezügliche Meme jetzt zwar auch nicht direkt auf den Punkt kommt, ist das ausnahmsweise nicht das Kernproblem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;GT64zk6W8AAr6Qd.jpeg&quot; alt=&quot;Beispiel eines linken Memes&quot; class=&quot;img-small&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;GT65kZRXUAAwWMk.jpeg&quot; alt=&quot;Weiteres Beispiel&quot; class=&quot;img-small&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;GT66KatWsAACXKr.jpeg&quot; alt=&quot;Noch ein Beispiel&quot; class=&quot;img-small&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-eigentliche-problem&quot;&gt;Das eigentliche Problem&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Und darin offenbart sich das &lt;em&gt;eigentliche&lt;/em&gt; Problem von Linken und Memes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Memes können nur ein letztes Puzzlestück zu intuitiv greifenden Gedankengängen bildlich transportieren. Sie können keine umfassenden Zusammenhänge erklären.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die allermeisten linken Talking Points erfüllen per se diese Bedingung nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Ausgangsmeme: Die bezügliche Statistik spricht direkt für sich. Ein Angriff auf die Methode oder die intuitiven Schlussfolgerungen passt einfach nicht in ein Meme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;GT66SaOWEAEwnlF.jpeg&quot; alt=&quot;Statistik-Meme&quot; class=&quot;img-medium&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;GT66kkeXMAE2FO8.png&quot; alt=&quot;Weiteres Meme-Beispiel&quot; class=&quot;img-small&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-reaktion-noch-mehr-text&quot;&gt;Die Reaktion: Noch mehr Text&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Meist reagieren linke Meme-Autoren dann mit der berühmten Wall-of-Text, um ihr Narrativ zu retten. Im threadbezüglichen Meme wurde es mal knapper versucht – nur um dann an einfachsten Erwiderungen mit x-fachem Ratio zu scheitern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;erwiderung.jpeg&quot; alt=&quot;Die Erwiderung von Ketzerkirche mit mehrfachem Ratio&quot; class=&quot;img-medium&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein einfacher Konter genügt – und das Ratio spricht Bände&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;zusammenfassung&quot;&gt;Zusammenfassung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht so, dass Linke als Personen pauschal zu dämlich wären, Memes zu erstellen. Es ist so, dass ihre Talking Points einfach nicht ohne eine sorgfältige Dekonstruktion der normalen Alltagserfahrung funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;addendum&quot;&gt;Addendum&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Aus dem selben Grund scheitern – weniger bekannt – auch einzelne rechtskollektivistische Strömungen wie Deutschvölkische an catchy Memes.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;funote&quot;&gt;Fußnote&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auch dieser Thread selbst ist aus den gleichen Gründen kein catchy Meme, sondern eine 6/6 Wall-of-Text – das Kernargument vibet nicht direkt und ist erklärungsbedürftig.&lt;/p&gt;</content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Wahl vs. Abstimmung: Ein rhetorischer Sieg</title>
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    <id>https://blog.kiney.de/blog/wahl-vs-abstimmung/</id>
    <updated>2024-06-09T00:00:00Z</updated>
    <published>2024-06-09T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Über die rhetorische Bedeutung der Bezeichnung &quot;Wahl&quot; für Abstimmungen und was das über Freiheit und Demokratie aussagt.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Die Bezeichnung von Abstimmungen als &quot;Wahl&quot; war rhetorisch ein phänomenaler Sieg demokratischer Staaten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Wahl&quot; ist positiv besetzt und impliziert eigentlich Freiheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;GPoeC8RXsAAncBN.jpg&quot; alt=&quot;Meme über Wahlen und Freiheit&quot; class=&quot;img-small&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;echte-wahlfreiheit&quot;&gt;Echte Wahlfreiheit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich kann frei wählen welches Bier ich im Garten trinke - heute habe ich Einbecker Brauherren gewählt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Restaurant kann ich immerhin noch AUSwählen welches Bier ich von der Karte bestelle.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;politische-wahlen&quot;&gt;Politische &quot;Wahlen&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei einer politischen Wahl kann ich all das nicht. &lt;strong&gt;Jeder bekommt das gleiche Abstimmungsergebnis - egal was er persönlich gewählt hat oder nicht.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;der-vereinsvergleich&quot;&gt;Der Vereinsvergleich&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Abstimmungen kennen wir von Vereinsfeiern: wenn nur eine Zapfe da ist muss man abstimmen welches Fass an den Hahn kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Unterschied zwischen der Vereinsfeier und dem Staat ist aber, dass die Mitgliedschaft und auch Teilnahme an Feiern wiederum eine persönliche Wahl ist.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Bezeichnung &quot;Wahl&quot; suggeriert eine Freiheit, die bei politischen Abstimmungen nicht existiert. Anders als bei echten Wahlentscheidungen im Alltag - wo jeder das bekommt, was er gewählt hat - bekommt bei politischen &quot;Wahlen&quot; jeder dasselbe Ergebnis auferlegt, unabhängig von der individuellen Präferenz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Begriff verschleiert geschickt den Zwangscharakter kollektiver Entscheidungen.&lt;/p&gt;</content>
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    <title>Patente sind Raub</title>
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    <updated>2021-03-12T00:00:00Z</updated>
    <published>2021-03-12T00:00:00Z</published>
    <author>
      <name>Jannik</name>
    </author>
    <summary>Eine Betrachtung von Patenten aus liberal-naturrechtlicher Perspektive - warum Patente nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun haben.</summary>
    <content type="html">&lt;p&gt;Patente sind Raub - und haben mit freier Marktwirtschaft nichts gemein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer wenn negative Auswirkungen des Patent(un)wesens sichtbar werden wird aus linker Ecke auf &quot;den Kapitalismus&quot; geschimpft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier eine Betrachtung aus liberal-naturrechtlicher Perspektive.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;missverstandnisse-uber-geistiges-eigentum&quot;&gt;Missverständnisse über &quot;geistiges Eigentum&quot;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Leider gibt es auch im liberalen Lager häufige Missverständnisse über Patente (und anderes &quot;geistiges Eigentum&quot;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gehen wir doch einmal auf null zurück: &lt;strong&gt;Was ist Eigentum? Warum ist Eigentum aus liberaler Sicht wichtig?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;ein-gedankenexperiment-crusoe-economics&quot;&gt;Ein Gedankenexperiment: Crusoe Economics&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zwei Schiffbrüchige Bob und Alice stranden gegenüberliegend auf einer einsamen kargen Insel und wissen jeweils nichts voneinander. Um nach Verbrauch der Vorräte nicht zu verhungern fangen beide mit Landwirtschaft an und dehnen ihre Felder immer weiter aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als sie sich nach einiger Zeit in der Mitte treffen hat Bob immer noch Versorgungsschwierigkeiten. Alice hat jedoch zwischenzeitlich ein Bewässerungssystem entwickelt und kommt mit ihren Äckern passabel aber nicht übermäßig aus.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;bobs-optionen&quot;&gt;Bobs Optionen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Um seine Versorgungslage zu verbessern hat Bob jetzt verschiedene Möglichkeiten:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Er nutzt Land das vorher Alice bestellt hat&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Er nimmt Alice fertige Erzeugnisse weg&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Er kopiert Alice Bewässerungssystem&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;h3 id=&quot;option-1-2-offensichtlicher-konflikt&quot;&gt;Option 1 &amp;amp; 2: Offensichtlicher Konflikt&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Fall von 1. und 2. ist der Konflikt mit Alice offensichtlich. Land und Feldfrüchte sind &lt;strong&gt;knappe Güter&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die liberale Lösung für diesen Konflikt ist &lt;strong&gt;Eigentum&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bob und Alice sind jeweils Eigentümer des Landes das sie zuerst bestellt haben durch &quot;homesteading&quot;. (Die genauen Bedingungen für Homesteading unterscheiden sich je nach liberalem Autor, hier aber irrelevant.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Eigentum an den darauf angebauten Feldfrüchten folgt liberal aus dem Eigentum am Land (nach Objektivismus auch aus dem Arbeitseinsatz...).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn Bob sich also Ackerland oder Feldfrüchte von Alice mit Gewalt aneignet und damit ihr Eigentum verletzt ist das Raub.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;option-3-kopieren-der-bewasserungstechnik&quot;&gt;Option 3: Kopieren der Bewässerungstechnik&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wählt Bob hingegen die dritte Option und wendet die von Alice entwickelte Bewässerungstechnik ebenfalls an kann er seine Versorgungslage verbessern &lt;strong&gt;ohne Alice zu schaden&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie kann ohne jeden Nachteil so weiter machen wie bisher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alice könnte sich nun ärgern, dass sie an dem Bewässerungssystem lange getüftelt hat und Bob es einfach ohne eigenes Denken nachbaut. Um ihn davon abzuhalten müsste sie ihn aber daran hindern mit seinen Händen auf seinem Acker etwas zu bauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Offensichtlich ein Eingriff in die Eigentumsrechte von Bob.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-sind-patente-wirklich&quot;&gt;Was sind Patente wirklich?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nichts anderes sind Patente: &lt;strong&gt;ein Verbot für andere Marktteilnehmer ihre eigenen Ressourcen technisch frei zu verwerten.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patente (und anderes &quot;geistiges Eigentum&quot;) haben absolut garnichts mit dem liberalen Konzept von Eigentum zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Aus liberal-naturrechtlicher Perspektive sind Patente eine Verletzung von Eigentumsrechten, nicht deren Schutz. Sie hindern Menschen daran, ihr eigenes Eigentum - ihre Hände, ihr Land, ihre Materialien - frei zu nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Konflikt entsteht hier nicht aus der Knappheit von Ressourcen, sondern wird künstlich durch staatlichen Zwang geschaffen. Das ist das Gegenteil von freier Marktwirtschaft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hinweis: Die utilitaristischen Argumente à la &quot;wer sollte denn forschen wenn es jeder nachbauen kann&quot; werde ich in einem zukünftigen Beitrag aufgreifen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content>
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